Unabhängiger Reiseführer zu den Orten der Volkskunst. Kein Reiseveranstalter, kein Shop und keine Museumswebsite; nicht verbunden mit der früheren Website unter dieser Domain.

Routen

Routen

Die Routen auf dieser Seite bestehen aus Städten und Arten von Orten – Museum des Handwerks, Werkstatt, Altstadt – und nicht aus Adressen und Namen. Entfernungen, Fahrzeiten und Fahrpläne nennen wir nicht: Sie hängen von Jahreszeit, Wochentag und Verkehrsmittel ab. Allen drei Routen ist eines gemeinsam: Die Zeit für das Gespräch mit dem Meister ist wichtiger als die Zahl der abgehakten Stationen, und die Reihenfolge können Sie jederzeit an Strecke und Wetter anpassen.

Eine gute Route zu den Meistern gleicht einer guten Stickerei: Sie hat nicht viele Stiche, doch jeder sitzt an seinem Platz.

— Aus der Redaktion

Wie die Routen zusammengestellt sind: Jede lässt sich auf eigene Faust bereisen, die Stationen sind als Städte und Arten von Orten beschrieben, ohne Namen von Organisationen und Verkehrsunternehmen.

Ein Tag bei Moskau: Malerei und Tücher

Schostowo und Pawlowski Possad: Metall, Pinsel und gedruckte Muster.

Stationen: 6 Vorortzug, Bus oder Auto, ein voller Tag

  1. Früh aufbrechen

    Fahren Sie früh los: Der Tag ist kurz, und es gibt zwei Stationen. Prüfen Sie den Rückweg, bevor Sie das Haus verlassen.

  2. Schostowo: Museum des Handwerks

    Beginnen Sie mit der Ausstellung, um zu sehen, wie sich Tabletts und Muster verändert haben. So verstehen Sie später in der Werkstatt besser, was Sie sehen.

  3. Schostowo: Werkstatt

    Wenn die Werkstatt Gäste empfängt, schauen Sie zu, wie unter dem Pinsel nach und nach das Motiv entsteht. Fotografieren Sie nur mit Erlaubnis.

  4. Weiterfahrt und Mittagessen

    Planen Sie zwischen den beiden Stationen eine ruhige Stunde für Fahrt und Essen ein, damit die zweite Tageshälfte nicht im Laufschritt vergeht.

  5. Pawlowski Possad: Altstadt

    Ein Spaziergang durch die Straßen einer kleinen Stadt bei Moskau, in der die bedruckten Tücher längst zur örtlichen Geschichte gehören.

  6. Pawlowski Possad: Museum

    Betrachten Sie Tücher aus verschiedenen Zeiten und achten Sie darauf, wie sich das Muster über das Tuch wiederholt. Die Besuchsregeln klären Sie vorab.

Ein Wochenende an der Wolga: Chochloma und Gorodez

Semjonow und Gorodez: zwei Schulen der Holzmalerei im Gebiet Nischni Nowgorod.

Stationen: 6 Zug und Bus oder Auto, zwei Tage

  1. Semjonow: Museum des Handwerks

    Die Chochloma-Malerei ist historisch mit dem früheren Kreis Semjonow im Gouvernement Nischni Nowgorod verbunden. In der Ausstellung sehen Sie, wie Gold, Rot und Schwarz zusammenspielen.

  2. Semjonow: Werkstatt

    Schauen Sie zu, wie der Pinsel das Muster über das Holz führt. Wenn Sie es selbst versuchen möchten, vereinbaren Sie einen Workshop im Voraus.

  3. Abend und Erholung

    Überladen Sie den ersten Tag nicht: Nach der Werkstatt tut es gut, einfach spazieren zu gehen und die Eindrücke zu sortieren.

  4. Gorodez: Altstadt

    Eine alte Stadt mit gemächlichen Straßen. Den Morgen beginnen Sie hier besser mit einem Spaziergang als im Museumssaal.

  5. Gorodez: Museum und Werkstatt

    Die Gorodez-Malerei hat ihre eigene, unverwechselbare Handschrift. Vergleichen Sie sie mit Chochloma – der Unterschied sagt mehr über die Handwerke als jeder Vortrag.

  6. Rückfahrt ohne Eile

    Verpacken Sie Ihre Einkäufe vor der Abfahrt und nicht in letzter Minute, und planen Sie für den Rückweg einen Zeitpuffer ein.

Der Norden: Wologda und die Spitze

Eine Reise von einigen Tagen zur Wologdaer Klöppelspitze.

Stationen: 5 Zug oder Auto, einige Tage

  1. Erster Tag: Altstadt

    Beginnen Sie mit einem Spaziergang durch den historischen Teil von Wologda. Die nördliche Stadt lädt zur Gemächlichkeit ein, Eile mag hier niemand.

  2. Museum des Handwerks

    Die Wologdaer Spitze wird mit Klöppeln gefertigt. In der Ausstellung können Sie die Muster aus der Nähe betrachten und ahnen, wie viel Geduld in jedem steckt.

  3. Werkstatt oder Workshop

    Schauen Sie zu, wie sich die Fäden verflechten und die Klöppel klappern. Wenn Kurse stattfinden, informieren Sie sich auf der offiziellen Website über die Anmeldung.

  4. Freier Tag

    Lassen Sie einen Tag ohne Plan: für das nördliche Wetter, einen zweiten Spaziergang oder einfach zum Ausruhen.

  5. Packen und verpacken

    Legen Sie Spitze und Tücher locker und ohne scharfe Knicke in eine saubere Tüte oder Schachtel.

So passen Sie die Route an

  • Mit Kindern wählen Sie lieber eine Station statt zwei und klären vorab, ob es einen Workshop für ihr Alter gibt
  • Palech im Gebiet Iwanowo können Sie als eigene Reise planen oder, wenn die Zeit reicht, an die Route an der Wolga anhängen
  • Im Winter reduzieren Sie die Zahl der Fahrten: Die hellen Stunden sind kürzer, und die Straße verlangt mehr Aufmerksamkeit
  • An Feiertagen sind die Volkskunstmuseen voll, für ein ruhiges Kennenlernen eignen sich Werktage besser
  • Wenn Sie mit dem Auto fahren, legen Sie keine lange Strecke auf den Abend nach einem ganzen Tag in Werkstätten
  • Reiseziele

    Gschel, Schostowo und Pawlowski Possad, Sergijew Possad, Semjonow und Gorodez, Palech, Wologda: wohin?

  • Sehenswertes

    Volkskunst bei Moskau, Holzmalerei an der Wolga, Lackminiaturen aus Palech und Wologdaer Spitze.

  • Anreise

    Vorortzug, Fernzug, Auto und Bus: wie Sie zu den Meistern kommen und Zerbrechliches heil nach Hause bringen.

Quellen

  • Enzyklopädische Nachschlagewerke zur russischen Volkskunst
  • Websites von Volkskunstmuseen und Werkstätten – Öffnungszeiten und Besuchsregeln bitte auf den offiziellen Websites prüfen
  • Redaktionelle Beiträge des Reiseführers

Dieser Reiseführer beschreibt Reisen zu den Orten der Volkskunst in allgemeiner Form. Öffnungszeiten von Museen und Werkstätten, Bedingungen für Workshops sowie Fahrpläne von Zügen und Bussen ändern sich – prüfen Sie diese Angaben daher kurz vor der Abreise auf den offiziellen Websites.