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Reiseziele
Reiseziele
Die Volkskunst Russlands ist über eine große Landkarte verstreut, doch viele bekannte Zentren liegen gar nicht so weit voneinander entfernt. Manche lassen sich an einem Tag besuchen, wenn Sie morgens in der Hauptstadt aufbrechen, für andere planen Sie besser ein Wochenende oder einige Tage ein. Wählen Sie nicht nach dem bekanntesten Namen, sondern danach, was Sie interessiert: Keramik, Holz, Metall, Stoff oder Faden. Unten finden Sie sechs Reiseziele für die erste Reise zu den Meistern und vier Fragen, die Ihnen bei der Wahl helfen.
Jedes Handwerk ist an seinen Ort gebunden: an den Ton, an den Wald, an den Fluss. Deshalb betrachtet man es am besten dort, wo es gewachsen ist, und nicht am Marktstand.
— Aus der Redaktion
Wie die Reiseziele ausgewählt wurden: Aufgenommen sind bekannte Zentren der Volkskunst, die Sie auf eigene Faust erreichen können. Konkret beschreiben wir nur gesicherte Angaben dazu, wo das Handwerk zu Hause ist und wofür es bekannt ist; alles andere bleibt allgemein.
Wohin reisen
Sechs Reiseziele – von der nahen Umgebung Moskaus bis ins nördliche Wologda.
Gschel
Die Heimat der blau-weißen Keramik. Gschel liegt im Stadtkreis Ramenskoje im Moskauer Gebiet und eignet sich gut für einen Tagesausflug: die Malerei ansehen, das Museum des Handwerks besuchen und mit etwas Glück einem Maler bei der Arbeit zuschauen.
Zwei Handwerke aus der Umgebung von Moskau, die sich leicht an einem Tag verbinden lassen: Im Dorf Schostowo werden Metalltabletts bemalt, Pawlowski Possad ist für seine bedruckten Tücher bekannt. Malerei und Stoff ergänzen sich hier gut.
Als Heimat der Matrjoschka, der russischen Schachtelpuppe, gilt traditionell Sergijew Possad. Ein guter Anlass für einen gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt und für die Geschichte des beliebten Spielzeugs.
Zwei Zentren der Holzmalerei im Gebiet Nischni Nowgorod. Heute ist die Stadt Semjonow das Zentrum der Chochloma-Malerei, die Gorodez-Malerei ist mit der Gegend um das alte Gorodez verbunden. Zusammen ergeben sie eine Wochenendreise.
Palech im Gebiet Iwanowo ist für seine Lackminiaturen bekannt – feinste Malerei auf kleinen lackierten Gegenständen. Hierher fahren alle, die bereit sind, ein kleines Bild lange zu betrachten.
Die nördliche Stadt, die der Wologdaer Spitze ihren Namen gab. Sie wird mit Klöppeln gefertigt, und dieser Arbeit kann man endlos zusehen. Wologda eignet sich für eine Reise von mehreren Tagen.
Vier Fragen, die Sie sich beantworten sollten, bevor Sie eine Route wählen.
Was liegt Ihnen?
Ton und Glasur, Holz und Pinsel, Metall und Lack, Stoff oder Faden. Die Antwort grenzt die Auswahl sofort auf ein oder zwei Reiseziele ein und zeigt, in welche Region es geht.
Wie viel Zeit haben Sie?
Die Zentren rund um Moskau eignen sich für einen Tagesausflug. Die Holzmalerei an der Wolga und Palech brauchen mindestens ein Wochenende, das nördliche Wologda einige Tage.
Wenn Sie nicht nur zuschauen, sondern selbst etwas ausprobieren möchten, informieren Sie sich vorab auf der offiziellen Website, ob Kurse stattfinden, für welches Alter und ob eine Anmeldung nötig ist.
Im Winter verlangt die Fahrt in den Norden mehr Vorsicht, an Feiertagen sind die Volkskunstmuseen gut besucht. Werktage sind meist ruhiger – für den Gast wie für den Meister.
Schritt für Schritt zur Reise zu den Meistern – mit Beispielen, häufigen Fehlern und einer Checkliste.
Quellen
Enzyklopädische Nachschlagewerke zur russischen Volkskunst
Redaktionelle Beiträge des Reiseführers
Dieser Reiseführer beschreibt Reisen zu den Orten der Volkskunst in allgemeiner Form. Öffnungszeiten von Museen und Werkstätten, Bedingungen für Workshops sowie Fahrpläne von Zügen und Bussen ändern sich – prüfen Sie diese Angaben daher kurz vor der Abreise auf den offiziellen Websites.